Die Familienhausapotheke aus zwei Zutaten

In irgendeiner Form habt ihr wohl alle eine „Hausapotheke“. Manchmal ist sie eher zufällig entstanden aus Medikamenten- und Tee-Restbeständen die nach überstandener Krankheit nicht mehr gebraucht wurden. Manchmal ist sie aber auch gut durchdacht und vermittelt Sicherheit, weil durch unzählige Mittelchen wohl keine Krankheit unbehandelt bleiben muss. Aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Im folgenden Artikel möchte ich euch zeigen, wie ihr mit nur zwei Mitteln für (fast) alles gewappnet seid.

Egal wo bei uns der Schuh drückt, unsere erste Wahl ist der Fencheltee. Zum einen natürlich wegen seiner tollen Heilwirkung, so hilft er nicht nur bei sämtlichen Erkältungskrankheiten, sondern auch bei allem, was den Magen-Darm-Trakt belasten kann. Er wirkt schleimlösend und fördert auch den Abtransport des Schleimes, wenn er sich gelöst hat. Fenchel wirkt super krampflösend, was bei Blähungen, Menstruationsbeschwerden, krampfartigen Durchfällen etc wirklich hilfreich ist.

Glücklicherweise ist der Tee super bekömmlich und kann in jeder Lebensphase getrunken werden. Egal ob Baby, Kleinkind, in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit, Fencheltee geht wirklich immer. Und damit sind seine positiven Eigenschaften noch lange nicht erschöpft. Denn auch auf unsere Psyche kann sich der köstliche Tee positiv auswirken. So soll er unsere Lebensgeister wecken und böse Gedanken, Trägheit, Depressionen und Niedergeschlagenheit vertreiben. Wer es gerne magisch mag, soll hier auch nicht leer ausgehen, denn der Fenchel soll auch in der Lage sein, böse Geister fernzuhalten, wenn man ihn am Johannistag an die Haustür hängt. Außerdem finde ich, dass eine Tasse Tee ein leichter und wunderschöner Weg ist, um Liebe und Geborgenheit zu schenken. Man kann wortwörtlich ganz einfach Wärme schenken. Und das, so bin ich überzeugt, dient auf allen Ebenen der Heilung. Ich finde, wir sollten unseren Mitmenschen und besonders unseren Kindern viel öfter eine Tasse Tee kochen.

Hausapotheke

Unser nächstes, heißgeliebtes Allzweck-Heilmittel ist ätherisches Lavendelöl (Lavandula angustifolia). Zum einen landet es ganz oft in unserem Diffusor, wenn irgendetwas im Unreinen ist, also wenn jemand von uns krank ist, aber auch, wenn man irgendwie schlecht drauf ist oder nur schwer zur Ruhe kommt. Aber auch bei schönen Anlässen, wenn Besuch kommt oder ein besonders kuscheliger Abend geplant ist. Oder einfach gesagt; immer wenn uns danach ist.

Das Öl reinigt die Luft und unterstützt die Heilung. Es erhellt die Stimmung und wirkt ausgleichend. Es hilft uns in den Schlaf zu finden. Seine Wirkung kann man beispielsweise auch bei Ohrenschmerzen nutzen. Einfach ein paar Tropfen auf etwas Heilwolle und ab ins Ohr. Oder du nutzt es bei Schnupfen indem du es inhalierst. Einfach eine Schüssel mit heißem Wasser (oder heißem Kamillentee), ein paar Tropfen Lavendelöl, Kopf drüber halten und fertig. Wer es besonders intensiv mag, kann sich mit einem großen Badetuch über dem Kopf eine eigene kleine Schwitz-Hütte bauen.

Aber das Öl kann noch viel mehr. Mit einem Trägeröl vermischt, zum Beispiel Mandelöl (einfach 12 Tropfen ä. Lavendelöl in 50ml Mandelöl geben) eignet es sich super zur Hautpflege, bei allen Problemchen die es da so gibt, von irgendwelchen Entzündungen bis Insektenstiche oder sonstigen Wehwehchen. Oder auch für eine entspannende (Fuß-) Massage kann man es super nutzen. Das lässt dann auch müde Zwerge friedlich schlummern. Eine weitere Möglichkeit ist ein entspannendes Lavendelbad, wenn der Tag stressig war, wenn sich ein Migräne-Schub ankündigt oder einfach mal so. Beachten muss man dabei  nur, dass sich das Öl nicht mit dem Badewasser vermischt. Gibt man also einfach ein paar Tropfen ins Badewasser, schwimmt das Öl auf dem Wasser und verdampft nach und nach, es wird aber nicht von der Haut aufgenommen. Man kann aber auch einfach einen Emulgator dazu geben, also einen Stoff, der dazu dient, dass sich Öl und Wasser vermischen können. Entweder Milch (wenn du noch stillst natürlich auch Muttermilch) oder Honig, kannst du hier super nutzen.

Auch unser „Familienschatz“ hat natürlich seinen festen Platz in unserer Hausapotheke, (Hier kannst du nachlesen, wie wir ihn herstellen) kommt aber nicht ganz so oft zum Einsatz, da wir das meiste schon mit Fenchel und Lavendel abfangen können.

Außerdem sinnvoll kann es sein, ein Mittelchen gegen Verletzungen zur Hand zu haben. Schon bald werde ich dir hier unsere persönliche Familien-Aua-Salbe präsentieren und dir erklären, warum es dafür kein Rezept gibt.

Ich hoffe, dass ihr nichts von dem braucht, was ich hier geschrieben habe, weil ihr einfach alle immer gesund bleibt.

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