Ein Tuch für den Tragling [Werbung]

Am Ende der Schwangerschaft haben wir uns ein Tragetuch zugelegt, um nach der Geburt das Baby tragen zu können. Wir wollten es zumindest einmal ausprobieren. Denn Babys sind Traglinge (ein Artikel von Kinder-verstehen.de), das haben wir im Vorbereitungskurs häufig gehört und es erscheint ja auch einleuchtend, da sie, ohne getragen zu werden, sehr hilflos sind. Da wir aber nicht wussten, ob das was für uns ist, haben wir uns ein einfaches Tuch gekauft und uns von der Hebamme zeigen lassen, wie man es bindet. Und mittlerweile, ja, was soll ich sagen, hat dieses Tuch für uns einen so viel höheren Wert.

Das Tuch – Amazonas Laguna

Wie schon gesagt, unser Tuch* ist ein eher einfaches Tuch, nicht zu teuer und sehr gut für Einsteiger geeignet. Es ist von der Firma Amazonas und in verschiedenen Blautönen gestreift. Die Auswahl an Tüchern ist nicht riesig, aber ein paar unterschiedliche Farben gibt es schon. Und es ist keines dieser ganz hochwertigen Tücher, es ist auch optisch vielleicht nicht das schönste Tuch, wobei das ja auch Geschmackssache ist. ABER es ist für uns absolut ausreichend und sehr hilfreich.

Es ist aus Baumwolle und laut Hersteller für Kinder mit bis zu 15 Kilo geeignet. Man erhält eine Bindeanleitung dazu, wobei wir die nie genutzt haben, da gibt es z. B. Videos (bei “Wrapyouinlove” gibt es fantastische Anleitungen), die das Binden deutlich besser zeigen.

Ob es nun ein Tuch oder eine Tragehilfe* sein soll, um das Baby zu tragen, das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Die Auswahl ist unendlich groß, da sollte für jeden das passende dabei sein.

Warum ich das Tuch liebe

Vor allem in den ersten Monaten haben wir oft gesagt, dass das Tuch eine der besten Anschaffungen, vielleicht sogar DIE beste Anschaffung fürs Baby war. Man hat am Anfang das Baby im Tuch immer bei sich. Es fühlt sich so wohl, wo es doch immer den Herzschlag hört und seine Mama (oder den Papa) riecht. Es kuschelt sich an und ist sehr zufrieden. Man sagt sogar, dass getragene Babys weniger schreien als die Babys, die nicht getragen werden.

Noch heute ist das Tuch für den kleinen Muckel ein Wohlfühlort. Er schaut einem daraus gerne zu und schläft beim Spazieren meistens darin ein.

Für mich war und ist dieses Tuch aber auch ein Stück Freiheit. Gerade zu Beginn war es so vollkommen egal, wo wir gerade unterwegs waren. Im Tuch war der kleine Mann einfach “Zuhause”. Er hat ganz viel darin geschlafen und da er noch so klein war, konnte man trotzdem problemlos sitzen und sich unterhalten.

Das Baby im Tuch tragen

Zudem hat man so die Hände frei, um z.B. etwas im Haushalt zu erledigen, was gerade an Tagen sehr hilfreich ist, an denen viel Nähe notwendig ist (z. B. Zähne, Schub oder einfach so).

Auch beim Spazieren oder bei Ausflügen empfinde ich das Tuch oft als Vorteil, da man sich keinerlei Gedanken über die Strecke machen muss. Es kann sehr uneben, matschig, ein sehr enger Weg oder einer mit vielen Stufen sein, überall dort, wo ich alleine gehen kann, kann auch auch mit dem Tuch gehen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es viele verschiedene Bindeweisen gibt und jeder das Tuch für sich passend binden kann, ohne dass dauernd Träger verstellt werden müssen.

Wenn man das Tuch richtig bindet und es ordentlich strafft, sitzt es auch auf langen Strecken sehr bequem. Wenn man das Baby von Anfang an regelmäßig trägt, kann man es auch mit höherem Gewicht problemlos für längere Zeit tragen. Somit ist man mit einer solchen Anschaffung keinesfalls auf die ersten Wochen oder Monate beschränkt. Ich glaube tatsächlich, dass meine Rückenmuskulatur gerade so gut ist, wie nie zuvor. 😉

Ein kleines Resümee

Obwohl es so viele hochwertigere und auch schönere Tücher gibt, ist dieses Tuch für uns sehr wertvoll. Mittlerweile trägt es neben dem kleinen Muckel natürlich auch schon eine Vielzahl an Erinnerungen. Ich trage von Anfang an sehr gerne und relativ viel. Deshalb ist das Tuch bei uns fast täglich im Einsatz. Auch der Muckelpapa nutzt es häufig. Vor allem am Anfang war es für ihn auch eine gute Möglichkeit, eine gute Bindung aufzubauen, wenn ich mal nicht gestillt habe.

Ich hätte vielleicht etwas früher anfangen können, das Tragen bzw. Binden auf dem Rücken zu üben, da es mittlerweile in verschiedenen Situationen praktischer ist, aber natürlich kann man es auch jetzt noch üben. Und es ist einfach besonders schön (deshalb hänge ich auch etwas am vorne Tragen), den kleinen flauschigen Kopf zu streicheln, den Baby-Duft einzuatmen oder sich einfach in die Augen zu schauen und zusammen zu lachen.

So viele schöne Momente haben wir so schon zusammen erlebt, die würde ich nie missen wollen. Und ich hoffe, es kommen noch ganz viele dazu.

Trägst du auch? Wenn ja, worin bevorzugt? Oder möchtest du dein Baby tragen, wenn es zur Welt kommt? Berichte mir doch von deinen Erfahrungen.

Die mit * gekennzeichneten Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links zu Amazon. Das heißt, dass ich eine kleine Provision von Amazon bekomme, wenn du über diese Empfehlungslinks einkaufst, wobei sich für dich am Preis natürlich nichts ändert.

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