Fazit nach 40 Tagen Aufräumen

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass ich in den letzten Wochen mit Aufräumen durch die #40Tageaufräumchallenge beschäftigt war. Dabei habe ich euch auch versprochen, einen Bericht nach Abschluss der Challenge zu verfassen, in dem ich erzähle, wie die einzelnen Aufgaben verlaufen sind und was sich dadurch für mich verändert hat.

Da es so viel zu berichten gibt, habe ich euch einen ganzen Blog-Beitrag zu diesem Thema verfasst.

Was ist die 40Tageaufräumchallenge?

Die Challenge wurde auf Instagram vom Account Zeit_statt_Zeug veranstaltet. Es ging darum, an 40 Tagen mit 40 unterschiedlichen Aufgaben aufzuräumen und auszumisten. Dabei waren völlig unterschiedliche Kategorien betroffen, sodass am Ende alle Bereiche der Wohnung einmal angeschnitten wurden. Vom Umfang her waren die meisten Aufgaben so gestellt, dass man sie gut an einem Tag erledigen konnte (auch mit Kind).

Hier ist eine Übersicht der Aufgaben:

Warum habe ich mitgemacht?

Irgendwie ist Aufräumen und Ausmisten ja gerade ein Trend. Das war aber nicht meine Motivation. Genau genommen wusste ich bis dahin nicht einmal von diesem Trend…

Ich hatte einige Zeit vorher schon den Entschluss gefasst, Anfang 2019 auszumisten. Es gab nämlich ein paar Gründe, warum ich das Thema unbedingt einmal angehen wollte:

Vor etwas mehr als einem Jahr, hätte ich mir vermutlich nicht einmal vorstellen können, so etwas zu machen. Denn ich war nicht nur  Kopfmensch durch und durch, sondern auch ziemlich Konsum orientiert. Ich habe mir gerne neue Sachen gekauft, ich liebe es, wenn Dinge gut zusammen passen und ich habe mir gerne etwas gegönnt. Ich glaube, das war alles nicht mal übertrieben viel, eher “normal” viel (wobei das natürlich Ansichtssache ist). Aber seit der Geburt des kleinen Muckels finde ich es gut, Dinge zu hinterfragen. Vor allem die Dinge, die “man” einfach so macht, weil es eben alle machen. Seit dem suche ich oft nach anderen, “natürlicheren” Lösungen.

So kam ich im ersten Schritt dazu, mir vorzunehmen weniger Müll zu produzieren. Wenn man sich mit dem Thema etwas intensiver beschäftigt, kommt man ganz automatisch auch dazu, dass man einfach zu viele Dinge besitzt. Man merkt schnell, dass man viele Dinge eigentlich gar nicht braucht und somit auch schon Müll vermeiden und Ressourcen schonen könnte.

Dann gab es noch einen anderen Beweggrund, der mich auch zum Ausmisten motiviert hat. Wir wollen irgendwann noch ein Haus kaufen und mir graut es jetzt schon vor dem Umzug. Ich hasse Umzüge! Ich hasse es, alles einzupacken, alles auszupacken und dazwischen immer noch Angst zu haben, ob auch all die teuer gekauften Sachen ganz bleiben werden. Da kam schon ein paar Mal der Gedanke auf, frühzeitig ordentlich auszumisten, damit man einfach weniger Ballast hat. Weniger Dinge, um die man sich kümmern und Sorgen machen muss.

Ich wusste nur noch nicht so richtig, wann und wie ich das Thema angehen sollte. Und genau an dem Punkt kam die Challenge genau richtig.

Aufräumen - Handtücher und co

Aussortierte Handtücher, Waschlappen, Lätzchen

Wie war das Aufräumen für mich?

Das Thema wirkt zuerst wie ein Fass ohne Boden. Schon nach kurzer Zeit sieht man überall den Bedarf auszumisten und man weiß gar nicht so recht, wo man beginnen soll.

Ich habe bei einigen Aufgaben viel Zeit investiert, weil ich direkt andere  Bereiche mit aufgeräumt habe. Dann wollte ich auf keinen Fall einfach sinnlos Dinge wegschmeißen. Das hätte ja auch gar nicht zu dem Ansatz gepasst, weniger Müll zu produzieren. Ich wollte die Sachen also, wenn möglich, verkaufen oder sie verschenken, da das meiste auch noch vollkommen in Ordnung war. Das Erstellen der Annoncen auf verschiedenen Plattformen hat natürlich auch einige Zeit in Anspruch genommen.

Manche der Aufgaben sind mir sehr leicht gefallen. So zum Beispiel das Aussortieren alter Handtücher oder Bettwäsche. Andere wiederum sind mir ziemlich schwer gefallen, wie das Ausmisten der Handyfotos. Denn in den letzten beiden Jahren sind unter anderem Fotos von unserer Hochzeit, der Renovierung unserer Eigentumswohnung, der gesamten Schwangerschaft, dem ersten Jahr von unserem Muckel, zwei großen und drei kleineren Reisen entstanden.

Manche Aufgaben gingen schnell (z. B. 15 Dinge in 15 Minuten aussortieren, den Nachttisch aufräumen), andere haben sehr lange gedauert (z. B. das Mailpostfach aufräumen). Das lag zum Teil am Umfang der Aufgabe, aber auch daran, dass ich fast alle Aufgaben zusammen mit dem Muckel erledigt habe. Und das geht eben an manchen Tagen deutlich besser als an anderen.

Aufräumen - Spiele

Aussortierte Spiele

Was hat sich bisher schon verändert?

Zu aller erst fühlt es sich einfach gut an aufzuräumen. Es ist sehr motivierend, wenn man vorwärts kommt, wenn ein Ort nach dem anderen ausgemistet und neu aufgeräumt ist. Und es fühlt sich auch befreiend an, plötzlich immer mehr Platz zu haben.

Während man so ausmistest und aufräumt, ist man aber auch immer wieder verwundert bis schockiert, wie viele Dinge man besitzt, die man schon sehr sehr lange nicht mehr gesehen hat. Von einigen Dingen wusste ich nicht einmal mehr, dass ich sie überhaupt besitze.

Ein paar Gedanken waren vor der Challenge schon da, aber eher klein und leise. Die sind jetzt deutlicher. Ich sehe also einige Dinge anders als noch vor einigen Monaten. Mittlerweile erscheint es mir wirklich so unnötig, Geld für Dinge auszugeben, die man eigentlich gar nicht braucht. Ich glaube auch, wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist, hält dieses Glücksgefühl, das man beim Kauf vielleicht noch hat, gar nicht so lange an.

Der nächste Gedanke ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein Bisschen Wahrheit ist schon dabei. Hat man den ganzen unnötigen Kram mal Zuhause, dann schafft man sich auch noch Möbel (für viel Geld) an, damit man die Dinge, die man nicht braucht, verstauen kann. Dann kauft man (für noch viel mehr Geld) ein teureres, größeres Haus, als man eigentlich bräuchte, damit man die Möbel, mit den Dingen, die man nicht braucht, unterbringen kann. Was das über die Jahre alles unnötig kostet… Wie gesagt, das ist natürlich etwas überspitzt und es geht mir auch gar nicht darum, alles weg zu lassen und mir nichts mehr zu gönnen. Aber ich denke schon häufiger darüber nach, ob es wirklich ein so großes Haus sein muss, wie ich es mir immer gewünscht habe.

Ein weiteres Ergebnis des Ausmistens ist, dass jetzt schon relativ viel Platz frei geworden ist, für den wir erst einmal einen neuen Verwendungszweck finden müssen.

Ich habe bisher viele Anzeigen auf unterschiedlichen Plattformen erstellt, um die Dinge zu verkaufen oder zu verschenken. Das führt dazu, dass es hier häufig aussieht, wie bei der Post. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen, alle Sachen zu inserieren und es wurde auch noch nicht alles verkauft, das bereits inseriert ist. Aber ich habe im Januar und Februar so schon ein paar Hundert Euro verdient. Für Dinge, die ich wirklich einfach nicht mehr brauche!

Aufräumen - Tüten

Aussortieren von Taschen und Tüten (Kennst du die Tüte-in-der-Tüte-Tüte?)

Was wird sich noch ändern?

Wenn man mal angefangen hat, erkennt man immer mehr Möglichkeiten, wo man noch aufräumen und ausmisten könnte. Deshalb möchte ich demnächst noch weiter machen, bis wirklich alles einmal neu aufgeräumt und dann auch aussortiert ist. Viele der nicht mehr benötigten Sachen liegen im Moment noch hier und warten darauf, verkauft zu werden. Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, alle Anzeigen zu erstellen. Bis ich damit fertig bin, wird auch noch eine ganze Weile vergehen, weil es mit dem Muckel zusammen relativ viel Zeit kostet.

Generell führt das Verkaufen der einzelnen Sachen dazu, dass man sich noch einmal intensiv damit auseinandersetzt, wie viele unnötige Dinge man eigentlich zu Hause hat. Und das eingenommene Geld ist natürlich ein schöner Nebeneffekt. Damit möchte ich mir eine Weiterbildung finanzieren, sodass ich ein ganz konkretes Ziel habe, weiter zu machen.

Nachdem ich schon einen Teil meines Kleiderschranks aussortiert habe, habe ich den Entschluss gefasst, in diesem Jahr zu versuchen, keine neuen Klamotten zu kaufen. Das wird eher ein Experiment als eine Entscheidung aus reiner Überzeugung, aber der Grund ist ja am Ende auch egal.  Ich möchte die vorhandenen Sachen lieber auftragen und, wenn ich doch noch etwas neues brauchen sollte,  möchte ich mal Secondhand-Kleidung ausprobieren. Ich bin selbst sehr gespannt, ob das klappt und berichte euch bestimmt davon.

Und nicht zuletzt werde ich einfach generell kritischer hinterfragen, ob ich wirklich etwas neu anschaffen muss, um zu vermeiden, dass nicht der gerade gewonnene Platz wieder mit Dingen aufgefüllt wird, die man dann doch nicht braucht.

Aufräumen - Gedanken

Gute und schlechte Gedanken sortieren

Fazit

Für mich war die Challenge ein super Einstieg in einen Themenbereich der mich gerade sehr beschäftigt und interessiert. Und es ist mehr als nur das Aussortieren von ein paar ungenutzten Sachen. Man sortiert seine Gedanken, schafft Platz, trennt sich von unnötigem Ballast.

Es fühlt sich wirklich gut an bisher. Deshalb werde ich versuchen dran zu bleiben und langfristig etwas zu ändern.

Dass man über das Verkaufen oder gar nicht erst Ausgeben auch noch mehr Geld zur Verfügung hat, kommt mir natürlich auch entgegen. Dann kann man das Geld in schöne Dinge wie neue Reisen investieren. Die haben für mich nämlich auch langfristig einen wirklichen Mehrwert. 🙂

Aufräumen - Kindersachen

(Aus)Sortieren der (zu kleinen) Kindersachen

Wenn du jetzt auch starten möchtest

Falls du jetzt auch darüber nachdenkst, Dinge auszumisten und mal wieder ordentlich aufzuräumen, dann möchte ich dich motivieren, die Dinge auch gleich zu verkaufen.

Für Kleidung empfehle ich dir die App “Kleiderkreisel”, dort kannst du dich über folgenden Link registrieren und direkt die ersten Sachen verkaufen. Für Baby-/Kinder- und Schwangerschaftskleidung und -Zubehör gibt es das Pendant “Mamikreisel”. Auch dort kannst du dich über folgenden Link anmelden und direkt loslegen.

Wenn du meine aktuellen und zukünftigen Angebote sehen möchtest, dann kannst du mir in beiden Apps folgen. Ich bin dort als “kato18” angemeldet.

Alle anderen Sachen verkaufe ich bei ebayKleinanzeigen.

Wenn du noch ein paar Hinweise zum schnelleren Verkaufen brauchst oder du sonstige Fragen hast, melde dich gerne bei mir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.