Mama hat Migräne

Im folgenden Artikel möchte ich euch das ein oder andere Hausmittel vorstellen um den nächsten Migräne-Schub etwas besser überstehen zu können. Weitere Hasumittel, zu alltäglichen Wehwehchen werden wir übrigens bei meinem nächsten Workshop besprechen. Hier könnt ihr mehr dazu erfahren:

Ich selbst bin seit meiner Pubertät Migräne-Patientin. Nach den ersten  Schüben war ich beim Arzt, er hat mir einfach ein Schmerzmittel aufgeschrieben. Er hat nicht nach Ursachen geforscht oder mich sonst irgendwie beraten. Ich habe mich ziemlich alleine gelassen gefühlt. Ich habe dadurch schnell gemerkt, dass ich das Problem selbst in die Hand nehmen muss. Und ich glaube das sollte man grundsätzlich tun, wenn es um die Gesundheit geht. Natürlich ist auch der Weg zum Arzt oder Heilpraktiker manchmal der Richtige. Trotzdem sollte man Verantwortung übernehmen.

Und wie kann diese Verantortung aussehen?

Bei allen Beschwerden sollte man als ersten Schritt auf Ursachenforschung gehen. Bei Migräne kann das besonders schwierig sein. Vielleicht fängst du an ein Migränetagebuch zu führen. So erkennst du vielleicht schon bald, was deine persönlichen Gründe für einen Schub sind. Psychische Belastungen? Nebenwirkungen von Medikamenten oder hormoneller Verhütungsmittel? Zu viel Zucker? Kaffeesucht? Zu wenig Bewegung? Bestimmte Phase in deinem Zyklus? Mondphasen? Wetter?  Vielleicht stellst du so auch fest, dass es bestimmte Zeichen gibt, dass sich ein Schub ankündigt. Und  so kannst du ihn vielleicht noch abwenden oder bist zumindest etwas vorbereiteter.

 

Außerdem hilfreich ist ein Notfallplan; du schreibst genau auf, was dir während eines Schubs guttut. Möglichst detailliert. So weiß dein Umfeld dann Bescheid, wenn es soweit ist und du musst deine Kraft nicht aufbringen um zu erklären, ob du einen kalten Waschlappen, ein dunkles Zimmer, eine heiße Wanne oder sonst etwas brauchst. Außerdem ist man ja während eines Schubs oft so weggedreht, dass einem die einfachsten Dinge nicht mehr einfallen.

Aber jetzt endlich zu den Hausmitteln:

Wenn du Migräne-Patientin bist, kannst du nicht nur während eines Schubs etwas für dich tun, sondern auch vorsorglich. Gönne dir ab und zu einen Lavendeltee. Dieser entspannt dich und kann auch deinen nächsten Schub hinauszögern oder abschwächen. Übrigens soll auch Königin Elisabeth I. diesen Tee getrunken haben, weil sie mit Migräne zu kämpfen hatte. Selbstverständlich kannst du diesen Tee auch im Akutfall trinken. Lavendel lässt sich auf vielfälige Weise nutzen. Du kannst auch ein paar Tropfen des ätherischen Öls in den Kopf einmassieren oder sie als Raumduft nutzen. Oder du gönnst dir ein entspannendes Lavendelbad.

Was außerdem sehr hilfreich sein kann, ist deinen Körper mit einem Waschlappen abzureiben, den du in eine Mischung aus Wasser und Apfelessig tränkst. Wenn es dir zu schlecht geht, kann das natürlich auch dein Partner übernehmen. Auch eine Zitronenscheibe die du (oder dein Partner) auf deine Stirn und Schläfen reibst, kann Linderung verschaffen. Teste mal, ob dir vielleicht Wärme im Schulter-Nackenbereich guttut.

Ein spezieller Trick, ist eine Atemübung aus dem Yoga. Die Bienenatmung. Lege dazu deine Finger sanft und aufgefächert auf dein Gesicht und verschließe deine Ohren leicht mit deinen Daumen. Jetzt atmest du ganz bewusst und langsam und beim Ausatmen “summst” du. Teste dich mal durch, ob dir die tiefen oder hohen Töne besser gefallen. Durch die entstehenden Vibrationen kannst du Verspannungen im Kopf lösen und gleichzeitig schaffst du dir einen privaten Raum im Kopf und übertönst den Alltagswahnsinn 😉

Hast du dich mal mit Schüßler Salzen beschäftigt? Die “heiße Sieben” ist ein echter Migräne Klassiker. Du löst einfach zehn Tabletten der Nummer sieben in kochendem Wasser auf und trinkst es möglichst heiß in kleinen Schlücken.

Achtung: Die Salze sollten nicht mit Metall in Berührung kommen. Also lieber einen Plastiklöffel benutzen.

Sinnvoll wäre auch, wenn du dir deine persönliche Kraftsuppe kochst und dann für den Fall der Fälle einfrierst. Schaue einfach, was dir schmeckt und bekommt. Der Klassiker ist natürlich eine Hühnerbrühe. Es geht aber auch vielleicht eine Rinderbrühe, oder die vegane Variante aus Wurzelgemüse.

Hast du sonst irgendwelche Gelüste, wenn es dir schlecht geht? Bitte achte besonders jetzt auf gesunde Ernährung, um deinen geschwächten Körper nicht unnötig zu belasten. Wenn du dann öfter Heißhunger auf etwas Süßes hast, kannst du auch ein paar gesunde Leckereien einfrieren und bist so perfekt vorbereitet. Und wenn du keinen Hunger hast, ist das natürlich auch völlig ok. Nur wenn du schwanger bist, oder stillst, sollstest du schauen, dass dein “Migränefasten” nicht zu lange geht. Vielleicht wäre dann etwas in flüssiger Form das Passende? Vielleicht ein Smoothie? Oder Haferschleim? Vielleicht ein frisch gepresster Saft?

Und zum Schluss der für mich wichtigste Tipp: Nimm den Schub an! Ärgere dich nicht über all das, was jetzt liegen bleibt, oder über die Termine die du absagen musst. Du kannst es nicht ändern, also nimm es einfach so an wie es ist. Es geht vorbei. Und wer weiß, vielleicht geht es mit den Hausmitteln ja etwas schneller vorbei. 😉

Autorin: Annika

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