Sommerurlaub in Montenegro [Werbung]

Nachdem wir im Frühjahr mit dem kleinen Muckel in Holland waren, wollten wir im Sommer an einen Ort mit Sonnengarantie und warmen Temperaturen. Es durfte also eine Flugreise werden, aber nicht zu weit weg. Wenn möglich, auch nicht zu teuer und etwas Neues, ein Land, in dem wir noch nicht waren. Es sollte einiges zu sehen geben, am besten landschaftlich, damit wir viel an der frischen Luft unterwegs sein können und man sollte gut mit einem Mietwagen reisen können. Aus diesen und noch ein paar anderen Gründen, ist unsere Entscheidung am Ende auf Montenegro gefallen.

Kurzinfos

  • Reiseziel:
    • Montenegro: Budva (Becici), Bar
    • Kroatien: Cavtat
  • Reisezeitraum: September 2018
  • Reisedauer: 10 Tage
  • Muckelalter: 8 Monate
  • An-/Abreise: PKW & Flugzeug
  • Unterkünfte: kleine Studios zur Selbstverpflegung, Hotelzimmer in Flughafennähe

Sommerurlaub in Montenegro

Land & Leute

Wenn wir jemandem davon erzählt haben, dass wir unseren Sommerurlaub in Montenegro verbringen wollen, waren die Reaktionen meist irgendwo zwischen Verwunderung und Entsetzen.

Ob man da mit Baby hin reisen sollte? Ist der Flug nicht doch zu lang? Bekommt man da alles fürs Baby? Was ist mit der medizinischen Versorgung?

Zugegeben, Montenegro ist vermutlich nicht gerade das bekannteste Reiseland. Aber genau das hat für uns auch ein bisschen den Charme ausgemacht. Dabei gibt es lange Küsten, klares Wasser, schöne Landschaften und sehr nette, hilfsbereite und vor allem kinderfreundliche Einwohner. Das Essen ist gut, Unterkünfte und Verpflegung sind günstig. Man kann gut und sicher alleine reisen, mit Englisch kommt man überall weiter. Was will man mehr von einem Reiseziel?

Dazu gibt es noch eine Vielzahl an Stränden und Buchten, viele davon gut mit Liegen und Schirmen ausgestattet, andere ganz ruhig und einsam. Und es gibt so viele Sehenswürdigkeiten, dass wir in der kurzen Zeit nur einen kleinen Teil davon sehen konnten. Dazu aber gleich mehr…

Die An- & Abreise

Nach einigen Recherchen und Preisvergleichen haben wir uns entschieden, von Frankfurt nach Dubrovnik (Kroatien) zu fliegen und von dort mit dem Mietwagen nach Montenegro zu fahren. Folgende Gründe sprachen für diese Lösung:

  • Es gibt wenig Direktflüge nach Montenegro. Umsteigen und eine dadurch bedingte, noch längere Anreise, wollten wir unbedingt  vermeiden. Die wenigen Direktflüge, die es gibt, waren relativ teuer.
  • Nach Dubrovnik konnten wir zu einem günstigeren Preis mit Lufthansa fliegen, sodass wir zusätzlich von sehr guten Gepäckkonditionen für den Muckel profitieren konnten: Ein großes Gepäckstück zum Aufgeben, dazu einen Buggy/faltbaren Kinderwagen und einen Kindersitz/Babyschale (Hätten wir sonst zusätzlich für einige €/Tag zum Mietwagen dazu buchen müssen). Und das alles für nur ein paar Euro (ich glaube, es waren 10€), die der Flug für den Kleinen gekostet hat.
  • Der Mietwagen in Dubrovnik war auch deutlich günstiger, obwohl noch Gebühren für die Grenzüberschreitung dazu kamen.

Die Anreise

Die Anreise war in 3 Teile aufgeteilt: Die Fahrt zum Flughafen, der Flug selbst und die Fahrt zur ersten Unterkunft in Montenegro.

Die Fahrt zum Flughafen

Wir sind am Anreisetag die ca. 100 km zum Flughafen in Frankfurt mit unserem PKW gefahren. Wir sind gegen 11 Uhr zuhause los gefahren, sodass wir ausreichend viel Zeit bis zum Abflug um 16:00 Uhr hatten. Der Plan war, dass der Muckel auf der Fahrt nochmal schläft. Das hat leider nicht funktioniert, weil alles so aufregend war. In Frankfurt haben wir bei einem Parkplatzanbieter in der Nähe des Flughafens geparkt und wurden von dort mit einem Shuttle zum Flughafen gebracht. (Für diesen Transport haben wir schon unser Maxi-Cosi genutzt, weil der Shuttleservice keinerlei Kindersitze angeboten hat.) Alles in Allem hat dieser Teil der Anreise gut funktioniert. Der Muckel war gut gelaunt und mit all den neuen Eindrücken beschäftigt.

Der Flug nach Dubrovnik

Wir kamen frühzeitig am Flughafen an und haben dort direkt unser Gepäck aufgegeben. Danach wollten wir ziemlich zügig die Sicherheitskontrolle passieren, damit der Muckel anschließend im Tuch noch die Möglichkeit hat, etwas zu schlafen (es wäre nämlich wirklich an der Zeit gewesen).

Da aber alles viel zu aufregend war, konnte er auch hier nicht schlafen, bis wir im Flieger saßen. Bis dahin war die Stimmung auch noch ganz gut. Als das Flugzeug dann aber Richtung Startbahn gerollt ist, überkam ihn doch die Müdigkeit. In dem Moment war es dann soweit… Es kam, was kommen musste… Das Baby schreit und alle im Flieger haben schon die Befürchtung, dass das ein sehr sehr langer Flug wird. Da der Weg zur Startbahn noch lange genug war, konnten wir ein kurzes Stillen wagen. Es reichte tatsächlich dafür, dass der kleine Mann sofort auf meinem Schoß eingeschlafen ist. Wunderwaffe! Er schlief wirklich schon, bevor wir in der Luft waren. So hat er fast den ganzen 2,5 stündigen Flug verschlafen und nur am Ende noch ein bisschen gespielt. So haben wir diese Etappe also auch ganz gut hinter uns gebracht.

Die Fahrt nach Montenegro

Durch das Nickerchen war der Muckel nach dem Flug dann auch wieder fit genug, um die Zeit zu überbrücken, bis wir unseren Mietwagen in Empfang nehmen konnten. Damit mussten wir dann noch die letzte Etappe, ca. 100 km zurück legen, um unser erstes Ziel in Becici, in der Nähe von Budva zu erreichen. Wir haben ursprünglich überlegt, ob wir die erste Nacht lieber noch in Kroatien verbringen und am nächsten Tag erst nach Budva fahren, um die Anreise nicht noch länger zu machen. Da wir aber davon ausgegangen sind, dass der Muckel abends sowieso schläft, haben wir uns für die längere Anreise und damit einen ersten Urlaubstag komplett ohne Fahrt entschieden.

Das hatte den Vorteil, dass wir abends die Grenze ziemlich zügig passieren konnten, denn hier gibt es wirklich noch richtige Grenzkontrollen. Solltet ihr auch diese Variante der Anreise wählen, achtet unbedingt darauf, dass ihr zum Mietwagen die grüne Versicherungskarte dazu bekommt. Sonst wird es teuer an der Grenze.

Der kleine Muckel hat wirklich den Großteil der Fahrt verschlafen, wir mussten nur mal zum Stillen anhalten. So war die Fahrt ganz gut zu meistern. Man muss in Montenegro nachts jedoch sehr vorsichtig fahren, weil häufiger Leute am Straßenrand gehen, die nicht so gut zu sehen sind.

Unterkünfte auf der Reiseroute

Wir haben uns entschieden, zwei Unterkünfte in Montenegro zu buchen. Zuerst wollten wir eine im Norden, im Nationalpark zum Wandern, und eine im Süden für Badeurlaub buchen. Die Temperaturen im Norden haben uns aber doch nicht zugesagt (es sollte ja ein richtiger Sommerurlaub werden), sodass wir dann zwei Unterkünfte im Süden gebucht haben. Auch wenn die beiden Unterkünfte nicht so weit voneinander entfernt waren, hatte es für uns doch den Vorteil, dass wir einiges an Fahrtstrecke sparen konnten, die man sonst zum Erreichen der Sehenswürdigkeiten hätte auf sich nehmen müssen.

Dazu wohnen wir gerne an verschiedenen Orten, weil man überall andere Menschen kennen lernt und die Umgebung ja auch immer ganz anders ist. So hat man einfach mehr das Gefühl zu reisen. Eine dritte Unterkunft haben wir für die letzte Nacht in Kroatien gebucht, da wir nicht am Tag es Abflugs noch die komplette Strecke zurück fahren und die Grenze passieren wollten. Denn man weiß ja nie, was passiert und dann wäre es uns zu stressig geworden.

Für die Zeit in Montenegro haben wir uns, wie auch schon in Holland, für Studios mit Selbstverpflegungsmöglichkeiten entschieden, um möglichst flexibel zu sein.

Erster Teil – Budva

Budva war der erste Punkt unserer Reiseroute, da von dort einige Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen waren. Gewohnt haben wir im Nachbarort, weil dort die Unterkünfte etwas günstiger waren.

Unterkunft in Becici

Für den Aufenthalt in den ersten vier Tagen haben wir uns für das Guest House Maslinjak** in Becici entschieden. Und soviel schon vorab, es war eine gute Entscheidung!

Ausstattung

Das Guest-House hat ca. 10 Wohneinheiten, verteilt auf einem schönen Grundstück mit Olivenbäumen. Unser Studio war im 1. OG, mit Balkon und Blick über die gesamte Anlage, bis hin zum Meer. Es war sehr geräumig und sauber, dafür aber sehr einfach und nicht gerade modern ausgestattet. Das hat uns nicht weiter gestört, denn gemütlich war es trotzdem und für ein paar einfache Mahlzeiten hat die Ausstattung der Küchenzeile auch ausgereicht.

Es gibt einen schönen Pool mit Whirlpool, eine kleine Bar direkt daneben und ein Restaurant. In diesem kann man gut Frühstücken und bei vorheriger Bestellung auch sehr gut Abendessen.

Die Eigentümer des Guest-Houses sind sehr nett und hilfsbereit. Sie haben sogar extra noch ein Reisebett bei uns aufstellen lassen, obwohl wir gesagt haben, dass der Muckel bei uns im Bett schläft. So konnte er dort mal ein Mittagsschläfchen machen, ohne dass wir uns Sorgen machen mussten, dass er aus dem Bett rollt. Parkplätze stehen an der Unterkunft zur Verfügung und WLAN gibt es natürlich auch.

Lage

Das kleine Anwesen liegt auf einem Berg mit Weitblick, inmitten von Olivenbäumen. Durch die Lage ist es sehr ruhig, aber auch weit abseits des Ortes. Ohne Mietwagen ist man dort sehr eingeschränkt, da auch kein Supermarkt oder Ähnliches in der Nähe ist.

Sightseeing in und um Budva

Während unseres Aufenthalts in Budva haben wir uns ein paar der Sehenswürdigkeiten angeschaut. Neben entspannten Stunden am Pool hatten wir so auch reichlich Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden.

Altstadt von Budva

Wenn man in Budva ist, muss man natürlich auch die Altstadt gesehen haben. Alte Mauern mit Blick aufs Meer, dazu kleine Gassen, viele Cafés und Restaurants. Sehr überschaubar, aber gemütlich und nicht touristisch überfüllt. So kann man dort schön bummeln und auch ganz entspannt einen Tag ausklingen lassen.

Altstadt von Budva

Altstadt von Budva

Kloster Praskvica

Praskvica Monastery, das kleine Kloster nahe Budva ist genau richtig für einen kurzen Ausflug. Wir haben es an einem Pooltag besucht, als wir nur mal für kurze Zeit die Anlage verlassen wollten.

Die Kloster-Anlage ist nicht sehr groß, aber gut gepflegt und schön anzusehen. Man kann ein  bisschen spazieren gehen und die beiden Kirchen besichtigen. Etwas erhöht gibt es einen Friedhof, von dem aus man eine schöne Aussicht auf Budva und Sveti Stefan hat.

Praskvica Monastery

Praskvica Monastery

Sveti Stefan

Sveti Stefan ist eine wunderschöne kleine Insel vor der Küste, in der Nähe von Budva, die wir auf der Weiterreise nach Bar gesehen haben. Sie ist durch einen kleinen Weg mit dem Festland verbunden. An der Hauptstraße gibt es mehrere Punkte von denen aus man eine schöne Aussicht auf die Insel hat. Man kann auch bis zur Insel fahren und dort parken. Das Betreten war jedoch nicht möglich, als wir dort ankamen. Wenn man auf dem Weg nach Bar ist, lohnt sich ein Blick auf dieses schöne Panorama aber auf jeden Fall.

Sveti Stefan

Sveti Stefan

Tour nach Bar

Sightseeing in Becici und auf dem Weg nach Bar

Zweiter Teil – Bar

Nach den ersten Tagen in Becici sind wir an der Küste entlang, weiter Richtung Süden, nach Bar gefahren. Auch dort haben wir für vier Tage gewohnt und die Umgebung erkundet.

Unterkunft in Bar

In Bar wollten wir auch wieder ein kleines Studio mit Pool buchen, sodass unsere Entscheidung auf Apartments Mrdak** gefallen ist.

Ausstattung

Das Studio ist eine von wenigen Unterkünften dieses Hauses. Es ist sehr hell und geräumig, dazu gut und modern ausgestattet. Es gibt einen großen Balkon mit Sitzmöglichkeit zum Sonnen und einen kleinen Pool im Garten. Der Pool ist jedoch ziemlich eingebaut und bietet keinerlei Aussicht. Für eine kurze Abkühlung ist er aber vollkommen ausreichend.

Es gibt Parkmöglichkeiten vor dem Haus, das noch nicht komplett fertiggestellt ist. Das hat uns aber nicht weiter gestört. Nicht fertiggestellte Häuser gibt es sowieso zahlreiche in der Region.

Der Besitzer ist sehr freundlich, spricht aber kein Englisch. Die Kommunikation läuft im Zweifelsfall über den Sohn, der telefonisch erreichbar ist.

Lage

Zu Fuß ist man nach ca. 10 Minuten am Strand von Bar, an dem es zahlreiche Restaurants und Cafés gibt. Ein kleiner Supermarkt ist kurz vor dem Strand zu erreichen, große Supermärkte gibt es ein paar, die man in Kürze mit dem Auto erreichen kann.

Generell ist das Haus relativ eingebaut, sodass man aus vielen Zimmern keine schöne Aussicht hat. Von unserem Balkon aus konnte man jedoch sogar aufs Meer schauen.

In der Nähe der Unterkunft fährt gelegentlich eine Eisenbahn vorbei, die für uns aber zu keiner Zeit störend war.

Sightseeing in und um Bar

In Bar sind wir jeden Tag am Strand spazieren gegangen und haben in gemütlichen Cafés gesessen. Aber es gab auch noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Aufenthalt in der Gegend gesehen haben sollte.

Strand

Bei unserem ersten Besuch waren wir fast schon schockiert, als wir den Strand in Bar gesehen haben. Das war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Am Anfang des Strandabschnitts nur Sauftouristen und am Ende der Blick auf eine unglaublich hässliche Industrieanlage. Das sollte der so oft erwähnte Strand sein?! Es gibt aber wirklich auch sehr schöne Abschnitte mittendrin. Man kann gut an der gepflasterten Promenade spazieren gehen, viele Cafés und Restaurants sind sehr einlandend und dazu auch noch günstig. Es gibt zahlreiche Bereiche mit guten Liegen und Sonnenschirmen und ein paar Spielplätze für Kinder. Je öfter wir dort waren, um so besser hat uns der Strand gefallen, auch wenn er einfach kein klassischer Strand ist, wie man ihn sich vorstellt.

Skadarsee

Da wir uns gegen eine Reise in den Norden Montenegros und somit gegen den dortigen Nationalpark entschieden haben, wollten wir als Alternative den Skadarsee sehen. Dieser See liegt zu 2/3 in Montenegro und zu 1/3 in Albanien. An vielen Stellen gibt es die Möglichkeit, Bootstouren über den See zu machen.

Da wir nicht so viel Zeit hatten, wollten wir eigentlich ein kleines bisschen am See spazieren gehen. Das war aber nicht so einfach, da es nirgends einen Fußweg entlang des Sees gab. In Virpazar gibt es einen Parkplatz, ein paar kleine Restaurants, sogar Übernachtungsmöglichkeiten und vor allem den Weg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Man fährt an einer kleinen Ruine vorbei, zu der man vom Ort aus auch wandern kann und kommt dann zu dem Punkt, an dem man auf den See hinab schauen kann. Hat man mehr Zeit, kann man dort auf einer Infotafel auch den Weg der Panoramaroute anschauen und diese abfahren. Leider hat unsere Zeit dafür nicht gereicht.

Skadarsee

Skadarsee

Stari Bar – Altes Bar

Etwas von der Küste und dem Stadtzentrum von Bar entfernt, liegt das alte Bar, das nach einem Erdbeben 1979 aufgegeben wurde. Heute kann man die Stadtruinen besichtigen und von dort einen schönen Ausblick genießen. Zur Ruine führt eine schöne Gasse mit Cafés und Restaurants, in denen man gemütlich einkehren kann. Stari Bar ist also auf jeden Fall sehenswert und eines unserer Highlights.

Wenn man auf dem Weg dort hin ist, kann man in einem auch den (angeblich) ältesten Olivenbaum Europas besichtigen. Das Gelände ist ganz schön, aber so unspektakulär, dass man dafür allein auf keinen Fall dort hin fahren sollte.

Stari Bar

Stari Bar

Church of St. John

Diese serbisch-russisch-orthodoxe Kirche fällt schon von weitem auf. Die goldenen Kuppeln leuchten so wunderschön in der Sonne, dass man sich das Gebäude einfach näher anschauen möchte. Das Innere beeindruckt zum Beispiel mit großen, bunten Wandgemälden und einem schön verzierten Taufbecken. Eine solche Kirche haben wir noch nie zuvor gesehen. Ein Must-See, wenn man in Bar ist.

Church of St. John

Church of St. John

Sightseeing Bar

Sightseeing in Bar und auf dem Weg nach Cavtat

Sightseeing auf dem Weg nach Cavtat

Am Vorletzten Tag haben wir einen kompletten Reisetag (von Bar nach Cavtat) mit einigen Zwischenstopps eingeplant, um noch ein paar Reise-Highlights zu sehen.

Jaz Beach

Angeblich soll der Jaz Beach einer der schönsten Strände Europas sein. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Es gibt auf jeden Fall einen Aussichtspunkt hoch über dem Strand, an dem man unbedingt anhalten sollte, wenn man vorbei fährt. Denn der Ausblick ist wirklich wunderschön. Das blaue Wasser, die schöne, helle Bucht, ein Traum. Aber wenn man dann am Strand ist, ist es die absolute Touri-Ecke (haben die schönsten Strände vermutlich so an sich, macht es für mich aber alles andere als schön). Dann ziehe ich doch eine der kleinen Buchten vor.

Jaz Beach

Kotor

Kotor war schon kurz nach Beginn der Reiseplanung eines unserer Must-Sees in Montenegro. Die Stadt ist wirklich sehr schön und absolut sehenswert. Dicke Stadtmauern, dahinter kleine Gassen, Shops, Restaurants, Cafés und das bei nicht all zu vielen Touristen. Hier kann man entspannt ein paar Stunden verbringen. Wer möchte, kann auf den alten Mauern den dahinterliegenden Berg erklimmen (das haben wir ausgelassen).

Kotor

Kotor

Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor ist wunderschön, so viel vorweg. Wir konnten, bedingt durch die lange Fahrtzeit nach Kroatien, leider gar nicht so viel von ihr sehen, wir wir gerne gesehen hätten. Wenn man also mehr Zeit hat, kann man ruhig einen ganzen Tag einplanen, um die Bucht einmal zu umrunden. Wir haben einfach an ein paar Stellen angehalten, an denen es uns gut gefallen hat und haben aufs Wasser hinaus geschaut. Wenn man Glück hat, kann man hier sogar Delfine sehen.

Bucht von Kotor

Bucht von Kotor

Teil 3 – Cavtat

Die Nacht vor dem Rückflug wollten wir sicherheitshalber schon in Kroatien verbringen, um keine Zwischenfälle zu riskieren, die nachher dazu geführt hätten, dass wir unseren Flug nicht hätten antreten könnten.

Unterkunft in Cavtat

Deshalb wollten wir in Cavtat nur eine ganz einfache Unterkunft mit Frühstücksmöglichkeit buchen. Entschieden haben wir uns für Country House Pansion**.

Ausstattung

Unser Zimmer war sauber, aber relativ eng. Das war uns jedoch schon im Vorfeld bewusst und für die eine Nacht vollkommen egal. Der Besitzer hat uns sehr herzlich empfangen und am nächsten Morgen ein gutes, günstiges Frühstück zubereitet, das wir im Hof, im Schatten von Bäumen einnehmen konnten. Vor der Unterkunft stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Lage

Die Unterkunft liegt abseits des Zentrums von Cavtat in der Nähe von Feldern und Weinbergen. Fußläufig ist ein einfaches Restaurant zu erreichen, sonst nicht viel. Mit dem Auto ist man aber schnell im Zentrum (ca. 2km) und am Flughafen (ca. 3km).

Sightseeing in Cavtat

Wir hatten vor dem Rückflug noch ca. einen halben Tag, um Cavtat zu besuchen. Nochmal in Ruhe Sonne tanken, bevor wir wieder nach Hause müssen, das war der Plan. Da wir aber leider noch einige Stunden bei der Polizei und dem lokalen Mietwagenverleih verbringen mussten, um alles für einen kleinen Schaden am Mietwagen zu regeln, blieben uns nachher nur ca. 3 Stunden. Da Cavtat nicht sehr groß ist, hat es aber trotzdem ausgereicht. Wir konnten gemütlich den vorhandenen Rundweg spazieren gehen, uns das Städtchen anschauen, einen Kaffee trinken und nochmal die Füße ins Wasser halten. In Kombination mit dem Rückflug war das für uns wirklich der ideale Aufenthaltsort, da wir Dubrovnik selbst schon bei einer früheren Reise besucht haben. Sonst bietet sich natürlich auch ein Abstecher dort hin an, da es eine unglaublich schöne, aber doch hektische und volle Stadt ist.

Cavtat

Cavtat

Abreise

Nach dem Aufenthalt in Cavtat haben wir den Mietwagen vor dem Flughafen abgegeben, um dann mit dem Rückflug die Heimreise zu beginnen.

Der Flug nach Frankfurt

Obwohl wir in Cavtat noch spazieren gegangen sind, hat der kleine Muckel wieder fast den ganzen Tag nicht geschlafen. Nach der Gepäckaufgabe am Flughafen habe ich ihn also wieder ins Tuch genommen, damit er wenigstens etwas Ruhen konnte. Aber der Flughafen selbst war natürlich wieder sehr spannend, sodass er erst kurz vor dem Boarding eingeschlafen ist. Deshalb sind wir einfach als letzte eingestiegen, sodass er bis kurz vor dem Start schlafen konnte. Danach war er dann auch sehr gut gelaunt und hat den kompletten Rückflug über gespielt. Nicht mit seinem Spielzeug natürlich, sondern mit dem spannenden Klapptisch oder den tollen Zeitungen. 😉

Die Heimfahrt

In Frankfurt wurden wir direkt vom Shuttleservice abgeholt, nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen haben. Das war der Zeitpunkt, als der Muckel wirklich keine Lust mehr auf Reisen hatte. Die Fahrt im Shuttlebus fand er ganz furchtbar. Zum Glück war es nur eine relativ kurze Strecke und ein Fahrer, der selbst Vater eines kleinen Kindes ist.

Nach einer Milch und einer kurzen Beruhigungsphase hat er dann die restliche Fahrt nach Hause verschlafen.

Dafür, dass man vorher gar nicht weiß, was bei einer solchen An- und Abreise mit Kind auf einen zukommt, hat es unserer Meinung nach wirklich sehr gut funktioniert.

Ich packe meinen Koffer…

Neben den Reisezielen und den Unterkünften benötigt natürlich auch das Gepäck einer solchen Reise eine gewisse Planung im Voraus. Was soll mit? Was braucht man zwingend und auf was kann man verzichten, wenn der Platz nicht ausreichen sollte?

Durch viel Freigepäck bei Lufthansa und einen relativ geräumigen Mietwagen, waren wir sehr flexibel, was unser Gepäck anging. Wir wollten aber trotzdem nicht unnötig viel mitnehmen, weil man die Sachen ja doch immer transportieren und ein- und ausladen muss. Für den Muckel sollte aber natürlich trotzdem alles in ausreichender Menge dabei sein.

Deshalb teile ich mit dir unsere Erfahrungen, was wir zum Glück dabei hatten und was vielleicht eher Platzverschwendung war.

Das war zum Glück dabei

Bei diesen Sachen waren wir wirklich froh, sie dabei gehabt zu haben:

Unser Maxi-Cosi* konnte ohne Aufpreis im Flieger mitgenommen werden. Wäre der Flug nicht komplett ausgebucht gewesen, hätten wir sogar die Möglichkeit gehabt, den Muckel während des Flugs rein zu setzen. (Es war aber auch vollkommen in Ordnung, ihn auf dem Schoß zu halten.) Wichtiger war uns ohnehin, das Maxi-Cosi im Mietwagen nutzen zu können. Wir wollten nämlich keine Babyschale für viel Geld leihen, ohne dann zu wissen, ob diese vielleicht schon einen Unfallschaden hatte. Mit dieser Entscheidung waren wir während unserer Reise auch glücklich. Abgesehen davon, hätten wir bei dem Parkplatzanbieter in Frankfurt sowieso eine Babyschale gebraucht, da dort für die Fahrt zum Flughafen keine gestellt wurde.

Auch bei dieser Reise hätte ich nicht auf unser Tuch* verzichten wollen. Am Flughafen war das die beste Möglichkeit, den Muckel so lange zu tragen und auf dem Rückflug konnte er ja so sogar noch eine Weile schlafen. Dazu haben wir in Montenegro ein paar Ausflüge gemacht, die mit Buggy nicht möglich gewesen wären, da der Untergrund sehr uneben war oder viele Stufen zu bewältigen waren. So konnten wir gehen wohin wir wollten, ohne uns darüber Gedanken zu machen.

Die Popup-Strandmuschel*, die wir in Holland noch vermisst haben, haben wir uns in der Zwischenzeit zugelegt. Sie ist so klein, dass sie gut in den Koffer passt und wir haben sie sehr häufig genutzt. Am Pool konnte der Muckel so immer auf seiner Decke im Schatten liegen. Wir konnten einige Dinge dort drin verstauen (Essen, Getränke, Spielzeug) und bei zu neugierigen Blicken war es eine gute Rückzugsmöglichkeit zum Stillen. Abgesehen davon, hatte der Muckel einfach großen Spaß in seinem kleinen Zelt.

Das letzte, was wir zum Glück dabei hatten, war unser Babyfon*. Denn tagsüber hat der Muckel in der ersten Unterkunft manchmal in einem Reisebett geschlafen, während wir auf dem Balkon oder am Pool waren. Nachts hat er bei uns geschlafen. Aber so konnte er, wenn er alleine war, nicht aus dem Bett fallen und wir konnten ihn mit der Kamera immer im Blick behalten. Das hatte den Vorteil, dass wir abends sogar in Ruhe zusammen im Restaurant essen konnten, während er schon die ersten Stunden Schlaf bekam.

Das war reine Platzverschwendung

Auf dieser Reise hatten wir nichts im Gepäck, das wir nicht benötigt haben.

Das hat gefehlt

Etwas, das uns vielleicht ein bisschen gefehlt hat, war ein “Reisehochstuhl”*, eine Möglichkeit, dass der Muckel alleine hätte am Tisch sitzen können. So hat er immer auf unserem Schoß gesessen, was auch ok war. Da er aber eigentlich immer alleine gegessen hat, wäre es für alle bequemer gewesen, er hätte seinen eigenen Platz gehabt.

Unser Fazit

Montenegro ist zu unrecht ein eher unbekanntes Reiseland. Wenn man relativ günstig eine schöne, abwechslungsreiche Reise mit Kind unternehmen will, ist es wirklich ideal (auch ohne Kind kann man dort sehr gut reisen). Die Menschen sind sehr kinderfreundlich, die Strände sind häufig sehr flach, das Wasser ist ganz klar und man kann an allen größeren Stränden Liegen und Schirme mieten.

Es gibt sehr viel zu sehen, sowohl landschaftlich als auch kulturell. Ich könnte mir vorstellen, noch einmal dort hin zu reisen, um dann auch den Norden anzuschauen.

Vorsichtig sein sollte man jedoch beim Fahren in der Nacht, aber das lässt sich ja weitestgehend vermeiden.

Dazu ist der Flug nicht so lang, was vielleicht gerade mit Kind auch ein Einflussfaktor ist. Generell finde ich auf jeden Fall, dass nichts dagegen spricht, mit Baby auch eine Flugreise zu unternehmen und würde zumindest einen so kurzen Flug immer wieder in Kauf nehmen.

Wenn du auch eine Unterkunft in Montenegro suchen möchtest, dann schau doch mal, ob bei dieser Auswahl** etwas für dich dabei ist.

Habt ihr auch schon eine Flugreise min Baby unternommen? Oder wart ihr sogar schon einmal in Montenegro? Hat es euch gefallen?

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