Wie du deinen eigenen Weg finden kannst

Du bist auf der Suche nach dem richtigen Weg als Mutter? Du bist schwanger und möchtest dich auf das Muttersein vorbereiten? Oder du bist schon Mutter und zweifelst gerade, ob das, was du da machst überhaupt das Richtige ist? Du wurdest verunsichert oder du verunsicherst dich gerade selbst?

Dann möchte ich dir Mut machen. Ich möchte dir ein paar Tipps geben, wie du den für euch passenden Weg leichter findest.

Eine Information aber vorne weg: Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Zum Glück! Und auch ich habe ursprünglich einen ganz anderen Weg geplant und dann im Laufe der Zeit den Weg gefunden, der wirklich zu uns passt.

Gehe nicht wohin der Weg führt, sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur. (Jean Paul)

Höre auf dein Bauchgefühl

Das aller Wichtigste, um deinen Weg zu finden, ist eindeutig, dass du auf dein Bauchgefühl hörst. Ja, so einfach ist es. Ok, in der Realität ist es manchmal gar nicht so einfach, weil die meisten von uns verlernt haben, dieses Gefühl wahrzunehmen und ihm zu vertrauen. Aber du kannst es wieder lernen und du wirst besser darin werden, mit jedem Erfolg, den du erlebst.

Vielleicht glaubst du auch, so wie ich am Anfang, dass du eigentlich gar kein Bauchgefühl oder zumindest kein gutes besitzt. Auch das sollte dich nicht verunsichern, denn jeder hat dieses Gefühl, diese Intuition. In unserer heutigen Welt sind nur häufig die rationalen Entscheidungen, das was unser Kopf sagt, immer wichtiger geworden. Wir wägen Dinge ab, denken über Vor- und Nachteile nach, versuchen die richtige Entscheidung zu treffen. Oft wäre es mit dem Bauchgefühl aber so viel einfacher. Wenn dir dieses Gefühl also jetzt noch eher fremd sein sollte, dann achte auf folgende Hinweise:  Fühlt sich etwas gut an, dann mach es, es wird richtig sein. Wenn sich etwas schlecht anfühlt, wird es für euch nicht das Richtige sein, dann solltest du nach einer Alternative suchen.

Du hast nur eine bestimmte Menge an Kraft zur Verfügung, die wirst du für dich und dein Kind brauchen und dauerhaft etwas umzusetzen, von dem du nicht überzeugt bist, etwas, was dich unnötig viel Kraft kostet, weil es sich falsch anfühlt, das wirst du nicht immer durchhalten können. Und das Gute ist, du musst es auch nicht. Es wird einen anderen Weg für euch geben. Einen, der sich gut anfühlt, besser zumindest. Aber das kannst eben nur du wissen.

Informiere dich

Den richtigen Weg zu finden, wird dir leichter fallen, wenn du informiert bist. Das heißt nicht, dass du alle Ratgeber lesen solltest, die dir irgendwie über den Weg laufen. Aber wenn du bei irgendetwas ein schlechtes Gefühl hast, informiere dich auf jeden Fall über Alternativen. Bei allem gibt es Alternativen, du wirst etwas finden, was sich besser anfühlt, versprochen!

So kannst du zum Beispiel entscheiden, möchtest du

  • Eine Geburt im Krankenhaus? Vielleicht mit Beleghebamme? Oder sogar eine Hausgeburt?
  • Windeln? Stoffwindeln? Ein Windelfrei-Baby?
  • Stillen? Fläschchen geben? Eine Mischung?
  • Familienbett? Eigenes Babybett?
  • Das Baby tragen? Oder fahren?
  • Brei als Beikost? Familienkost statt Brei?
  • usw. usw…

Und bei den meisten dieser Themen gibt es auch nicht nur schwarz und weiß, nicht nur 1 oder 0, es gibt häufig auch Wege, die mehrere Optionen nutzen. So wie es für einen bestimmten Tag oder Anlass gerade passt. Manchmal ändert sich die Entscheidung auch nach einer Weile und das ist vollkommen ok so.

Und wenn sich etwas schon gut anfühlt, dann informiere dich trotzdem. Da alles Vor- und Nachteile hat, wirst du eindeutig die Vorteile erkennen und daraus Kraft und Motivation schöpfen, wenn du doch einmal zweifeln solltest oder dich Kritik und Vorurteile treffen.

Welche Art der Information dir am ehesten liegt, musst natürlich auch du entscheiden. Es gibt zum Beispiel den klassischen Ratgeber als Buch oder eBook, es gibt Gruppen, in denen man sich austauschen kann (vor Ort oder virtuell) und es gibt eine Vielzahl an Blogs oder Internetseiten, auf denen man auch viele Informationen finden kann.

Wie du euren Weg als Familie finden kannst

Sei flexibel

Ich glaube, es ist gut vorbereitet und informiert zu sein, damit man den anstehenden Weg etwas vorausplanen kann. Da das aber eben nur eine Planung ist und man im Voraus noch gar nicht genau weiß, wie sich der anstehende Wegabschnitt dann anfühlen wird, ist noch etwas sehr wichtig: Sei flexibel!

Vielleicht wird sich zu einem bestimmten Zeitpunkt eine zuvor getroffene Entscheidung nicht mehr gut anfühlen oder der Weg verläuft einfach nicht wie geplant. Dann ist es an der Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen. In diesen Momenten ist es wichtig, dass du dir nicht selbst im Weg stehst! Verbiege dich nicht für andere, aber wenn du selbst merkst, dass etwas nicht funktioniert, obwohl du es so geplant hast, dann probiere einen anderen Weg aus. Das ist nicht schlimm, das heißt nicht, dass du mit etwas gescheitert bist, das heißt nur, dass ab dann ein anderer Weg der eure ist.

Suche einen individuellen Weg

Ein Vorteil davon, dass es den einen “richtigen” Weg eben nicht gibt, ist, dass dein Weg ein ganz neuer, individueller sein wird. Passend zu dir als Mutter, passend zu deinem Kind und eurer Familie. Vermutlich abhängig von deiner Vergangenheit, deinen Wünschen für die Zukunft und zig anderen Faktoren, die niemand außer dir kennt. Genau deshalb kann sich auch niemand ein Urteil über deinen Weg bilden und dir rein reden. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten, denn die Realität sieht so aus, dass egal welchen Weg du wählst, dir immer mehr oder weniger gute Ratschläge mitgegeben werden. Das wird dich an verschiedenen Tagen gar nicht stören, weil du glücklich bist, so wie es ist, an anderen Tagen wird es dich aber sehr verunsichern oder verletzen.

Dein Weg wird in einigen Teilen so aussehen wie der von anderen, er wird aber nie exakt der selbe Weg sein, den auch eine andere Famile geht. Deshalb stelle auch keine Vergleiche an, weder zwischen den Kindern noch zwischen dir und anderen Müttern.

Auch andere Wege haben schöne Steine

Ich hoffe, du hast jetzt ein besseres Gefühl, um deinen bzw. euren richtigen Weg als Familie zu finden. Und das Finden ist nur der erste Schritt, danach musst du ihn gehen. Auch das wird vermutlich nicht immer einfach sein, deshalb gibt es in einem der nächsten Artikel noch ein paar Dinge, die mir bisher geholfen haben, auf meinem Weg zu bleiben.

Wenn du noch Zweifel oder Unsicherheiten hast, dann schreib mir doch einfach, oder erzähl mir, was dir geholfen hat, deinen individuellen Weg zu finden, dann kann ich diese Erfahrungen vielleicht hier mit aufnehmen, um sie mit anderen zu teilen.

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